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Konzert der Hoffnung

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Haben Sie manchmal auch solch eine Erfahrung machen müssen, dass sich manche recht einfache Dinge häufig schwerlich regulieren lassen? Uns im Chor geht das zurzeit so! Wir überlegen uns, unter welchem Titel das Konzert am 17.06.2006 um 18.00 Uhr in der St. Marienkirche Roßlau geführt werden sollte, kommen aber auf kein Ergebnis.

Sollte es „Konzert der Hoffnungslosigkeit“ heißen, weil es vielleicht das letzte Konzert ist, welches unter Mitwirkung des St. Marien Chores aufgeführt wird?
Nachdem wahrscheinlich ab Januar 2007 der Verlust der Kantorenstelle droht, wird die Tradition Kirchenmusik mit Chor und musikalischer Begleitung in der Kirche enden. Hin und wieder wird die liturgische Unterstützung mit der Orgel auf Honorarbasis erfolgen können. Aber sonst wird die Kirchenmusik, die das Evangelium auf eine eindrucksvolle andere Art verkündet, als das die Predigt es leisten kann, mit der die Lobpreisung eine unbeschreibliche Wirkung erzielt und eine überragende Rolle im Gottesdienst spielt, in der St. Marienkirche bedeutungslos sein.

Sollte es „Protestkonzert“ genannt werden, da wir gegen die Beendigung einer langjährigen Tradition in Roßlau sowie eine stetige sechsjährige Entwicklung der Kirchenmusik in Verbindung mit dem Chor sind. Eine Entwicklung, die musikalisch über drei- und viersätzige Choräle, leichte Kantaten, so auch in Verbindung mit dem Chor aus Oranienbaum Choräle aus dem Weihnachtsoratorium von Bach unter der Leitung von Herrn Gotthold Schwarz bis hin zu anspruchsvollen Kantaten wie „Der Herr ist mein Sonn und Schild“ von Bach und „Alles was ihr tut“ von Buxtehude geführt hat.
Im letzten Jahr konnten wir das erste Mal ein ökumenisches Adventskonzert in unserer Kirche in Roßlau präsentieren.
Musikalisch unterstützt wurden und werden wir auch am Samstag kostenfrei von Mitgliedern der Anhaltischen Philharmonie Dessau, die diesen Verlust auch als schmerzlich empfinden.

Oder sollte es das "
Konzert der Hoffnung", frei zitiert nach einem Chormitglied „Orgelmusik und Singen soll weiterhin in St. Marien in Roßlau erklingen!“ genannt werden, um uns allen zu verdeutlichen, wie wichtig in unserem Leben die Kirchenmusik ist. Schließlich kann ein Ende vielleicht auch ein Neubeginn sein!Allerdings stellt sich dann die Frage, wie kann der Neubeginn gestaltet werden? Wer würde mitgestalten können? Was muss dazu geleistet werden? Können und wollen wir alle unseren Anteil dazu beitragen, um Kirchenmusik in Roßlau zu erhalten?

Wir gehen davon aus, dass ein großes Interesse an Konzerten besteht und sind daraus folgend überzeugt, dass diese Fragen in naher Zukunft beantwortet werden. Aus diesem Grund freuen wir uns auf Ihren Konzertbesuch und wünschen uns eine gelungene Veranstaltung.