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Roßlauer Kirchengemeinden befürworten geplante Seniorenresidenz am Schillerplatz

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logo-rosslauDie Diskussion um die Errichtung einer Seniorenresidenz am Schillerplatz beschäftigen die Roßlauer seit einiger Zeit, auch in den Kirchengemeinden der Stadt wird die Diskussion verfolgt.

Es ist deutlich geworden, dass einige Anwohner ihre Ablehnung dieses Vorhabens klar vertreten.

In der Hoffnung, dass sich viele der vorgebrachten Bedenken ausräumen lassen, möchten wir gemeinsam das Ansinnen der Errichtung einer Seniorenresidenz am Standort Schillerplatz unterstützen.

Der Anteil älterer Menschen in unserer Stadt wächst.

Immer mehr Menschen können bei guter Gesundheit bis ins hohe Alter selbständig Leben.

Eine wachsende Zahl unserer älteren Mitbürger ist aber auf Hilfe angewiesen, die in verschiedener Weise, auch in stationären Wohneinrichtungen angeboten wird.

All diese Menschen blicken auf ein langes Leben zurück, haben selbst gestaltet und viel Veränderung miterlebt. Ihnen nun, da sie nicht mehr aus eigenen Kräften für sich sorgen können, ein ihren Wünschen und Bedürfnissen entsprechendes Leben zu ermöglichen, gehört zu den wichtigsten Aufgaben unserer Gesellschaft.

Eine Aufgabe, die alle betrifft und die nicht an Einzelne delegiert werden kann.

Die älteren Menschen bilden eine wachsende Gruppe unserer Gesellschaft, die nicht an den Rand gedrängt werden darf.

So, wie jeder von uns frei ist, seinen Wohnsitz nach den eigenen Wünschen zu wählen, sind auch für hilfsbedürftige Menschen vielfältige Angebote anzustreben.

Eine Seniorenresidenz in der Roßlauer Innenstadt ermöglicht den Bewohnerinnen und Bewohnern eine den eigenen Wünschen und Fähigkeiten angemessenen Teilhabe am öffentlichen Leben.

Sie werden ebenso zur Wiederbelebung eines brachliegenden, seit Jahren ungenutzten Grundstückes und seines Umfeldes beitragen wie ihre Angehörigen und die Mitarbeitenden des Hauses.

Nicht nur aus Sicht der zukünftigen Bewohner, sondern auch mit Blick auf die Entwicklung unserer Innenstadt ist der Plan zu befürworten.

Wir freuen uns auf unsere neuen Nachbarn und wünschen dem weiteren Verlauf der Gespräche einen guten Verlauf.

Im Namen der Gemeindeleitungen
Kreisoberpfarrer Jürgen Tobies
Pfarrer Albrecht Lindemann
Pfarrer Hartmut Neuhaus