Afghanistan einmal anders
Geschrieben von: Christian Schneck 15. April 2010
Am 25. März hielt Frank Fritzsche einen Vortrag über seine Erfahrungen in Afghanistan.
Der Roßlauer Hauptmann der Bundeswehr war letztes Jahr in der nordöstlich afghanischen Provinz Badakhshan stationiert.
Nach Auslandseinsätzen im Kosovo war er hier als Projektoffizier für die Zivile und Militärische Zusammenarbeit (ZMZ) in Feyzabad zuständig.
Frank Fritzsche gab uns während seines zweistündigen Vortrages Einblicke in das Leben der Afghanen und der deutschen Soldaten.
Er berichtete, dass es neben den fachlichen Qualifikationen, auch die menschlichen Werte bei so einem Einsatz wichtig sind.
Es kommt auf Verständnis und Rücksicht an, wenn man sich für sechs Monate mit einem Kameraden 10 m² Privatsphäre teilen muss und wie schwierig es ist, mit der Familie zu Hause nur per Internet und Telefon Kontakt zu haben.
Nicht zu letzt sind natürlich auch die kulturellen Unterschiede im Umgang mit Einheimischen kompliziert.
Aus seinen persönlichen Erfahrungen wurde uns ein anderes Afghanistan gezeigt, als wir es in den Medien zu sehen bekommen.
Als studierter Bauingenieur war er für den Aufbau von Schulen und Brücken im Land zuständig.
Er berichtete von den bisherigen Fortschritten nach Jahrzehnten der Unruhe und den großen Herausforderungen die das Land am Hindukusch in den nächsten Jahrzehnten noch vor sich hat.
Wir bedanken uns bei Frank Fritzsche für diesen hoch interessanten Vortrag und wünschen ihm für seinen bevorstehenden Ruhestand alles Gute und Gottes Segen.






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