Eisige Zeiten
Geschrieben von: Albrecht Lindemann 01. März 2010
Dieser Winter bringt so manche Erkenntnis mit sich.
Nicht nur die, dass unsere Doppelstadt vor etwas größeren Schneemengen zu kapitulieren scheint und der Weg zu unserem Friedhof vereist bleibt.
Ein Stoff, der uns scheinbar unbegrenzt zur Verfügung stand, wurde knapp und auf einmal wieder begehrt und geschätzt: Das Salz.
Weit entfernt sind wir von den Zeiten, als es als „weißes Gold“ bezeichnet und zu entsprechend hohen Preisen gehandelt wurde.
Moderne Bergbautechniken machten es in großen Mengen verfügbar.
Salz wurde selbstverständlich, alltäglich.
Das Bewusstsein für den Wert des Verfügbaren aber schwindet schnell. So ist auch das erste Bildwort Jesu aus der Bergpredigt erklärungsbedürftig geworden:
„Ihr seid das Salz der Erde!“ (Matthäus 5,13).
Eines aber wird gewöhnlich vergessen: Salz kann Eis zum schmelzen bringen.
Vermutlich dachte auch Jesus nicht daran.
Aber neben allen anderen Aufgaben von Christen in der Gesellschaft, scheint mir momentan eine besonders wichtig zu sein:
In einem Klima sozialer Kälte das Eis zum Schmelzen zu bringen, Verunsicherten Mut für den Weg zum Leben zu machen. Christen werden weniger in unserer Gesellschaft, man merkt es.
Wir sollten uns des Wertes der Guten Nachricht und der Bedeutung unserer Aufgabe wieder stärker bewusst werden.






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