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1.400 Euro für Neema-Kalali

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rumpfIm Januar feierte der Rodlebener Gemeindekirchenrat und Ortsbürgermeister Frank Rumpf seinen 50. Geburtstag.

Von seinen Gratulanten wünschte sich Frank Rumpf, dass statt Blumen und Geschenken Geld für das Waisenhaus Neema-Kalali in Tansania gegeben wird, welches seit 2007 durch die Rodlebener Kirchengemeinde unterstützt wird.

So können nun 1.400 Euro dem Waisenhaus zur Verfügung gestellt werden.

Wir wünschen Frank Rumpf für sein neues Lebensjahr Gottes Segen und danken ihm für seine Idee, unser Rodlebener Projekt zu unterstützen.

Die Kirchengemeinde Rodleben wurde durch Schwester Magdalena Freytag von der Diakonissenanstalt Dessau auf dieses Projekt aufmerksam, das durch das Augsburger Diakonissen-Mutterhaus betreut wird.

 

kalali1So berichtet Schwester Dietlinde Hofmann aus Augsburg nach einer Reise zum Waisenhaus Neema-Kalali im November 2009:

„Liebe Freunde des Waisenhauses Neema-Kalali in Tansania.
Anfang September konnte ich als Gast der Ushirika wa Neema mehrmals das Waisenhaus Kalali besuchen und das Leben und Treiben der inzwischen 50 Kinder miterleben.
Da sind in einem Haus die ganz kleinen, zum Teil nur wenige Tage alten Babys. Darunter sind mehrere Kinder, die die Mutter im Krankenhaus geboren hat, aber dann allein zurückließ.
Bei anderen ist die Mutter nach der Geburt verstorben, der Vater kann sich nicht ums Baby kümmern.
Ich kam ins Haus, als gerade die Kinder gefüttert wurden. Die Gesättigten wurden ins Bettchen zurückgebracht und ein anderes der Kleinen kam auf den Schoß der Schwester.
kalali3Ich nützte die Zeit, mit einem etwa 6 Monate alten Mädchen zu spielen: Mit der rechten Hand bot es mir eine kleine Plastikdose an, mit der linken forderte es diese zurück; so hatten wir lange Spaß miteinander.
Im zweiten Haus ging es sehr lebhaft zu. Die Zwei- bis Dreijährigen mussten wegen des nasskalten Wetters im Haus bleiben, und so drängten sich über 20 Kleinkinder in einem mit einem Teppich ausgelegten Raum. Die Schwestern warten dringend darauf, dass ein weiteres Kinderhaus bald fertig wird.               
Einen Tag später konnten die Kinder im Freien spielen und hatten viel Freiheit und viel Spaß. So beobachtete ich einen Dreijährigen, der sich mutig mit einem Stecken einer Kuh näherte, die an einem Pfosten angebunden war. Als diese aber ein tiefes Muhen von sich gab, rannte der Tapfere zusammen mit allen zuschauenden Kindern davon.  Aber natürlich musste das Spiel gleich wiederholt werden.
kalali2Als es hieß, dass es jetzt bald Milch zu trinken gibt, staunte ich, wie diese lebendige Kinderschar sich ganz schnell und brav auf der Treppe zum Hauseingang versammelt hatte.
Einige der Dreijährigen wurden bereits mit Zustimmung des Jugendamtes in die Großfamilie abgeholt. Mit diesen Kindern weiterhin in Kontakt zu sein, bzw. ihre Weiterbetreuung durch kirchliche Mitarbeiter in den entsprechenden Heimatgemeinden abzusichern, wird jetzt eine wichtige Aufgabe der Schwestern der Ushirika wa Neema.
Es gibt in der Gegend von Moshi mehrere Waisenhäuser, meist von Nichtregierungs-Organisationen geführt, die Kinder ohne Familie im Hintergrund ab einem Alter von 3 Jahren in ihre Obhut nehmen und sie im eigenen Kindergarten und Schule fördern.
So wurden schon einige Kinder aus Kalali in ein solches Heim übernommen.
Die Arbeit mit den Jüngsten und Bedürftigsten bleibt aber gerne den evangelischen oder auch katholischen Schwestern mit ihren Einrichtungen für Säuglinge und Kleinkinder überlassen.“