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Wie gehen wir miteinander um?

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lorenzWarum kommen mir manchmal Leute so grundlos blöd?

Obwohl es keinen ersichtlichen Grund gibt, ich bin freundlich und trotzdem erhalte ich patzige Antworten, so dass erst mal die Jalousine fällt. Man versucht sich nichts anmerken zu lassen aber zu Hause kreisen mir dann Gedanken durch den Kopf: Ist es Absicht gewesen, sind die so in ihrer Natur, bin ich zu empfindsam, haben die vor mir keinen Respekt, bin ich zu freundlich, zu blauäugig. Ich mache mir darüber viel zu viele Gedanken.

Warum trauen sich andere das „Patzigsein“ mir gegenüber? Mache ich doch auch nicht! Hätte ich vielleicht eine passende Antwort zurück geben sollen, daran soll es nicht fehlen, aber vom schlagfertigen Zurückpowern halte ich nicht viel, also bleibt mir erst mal nur das ungläubige gucken.

Ich meine zum Beispiel solche harmlosen Bemerkungen: Es wird einem was erklärt, man registriert und dann kommt die provozierende Frage: Das haben Sie wohl nicht gewusst?

Bei vielen Dingen ist es manchmal auch nur die Betonung oder es fehlen einfach paar entspannende Wörtchen im Satz. Bloß den anderen nicht hochkommen lassen. Oft schon bin ich Zeuge geworden, wenn jemand mehr weiß oder kann als andere, dann greift er zur Selbstdarstellung, um öffentliche Anerkennung zu ernten. Dass dabei andere gedemütigt werden, ist ihm gleichgültig oder sogar Absicht. Wie viele gute Gemüter damit zerstört werden.

Jemanden seine Anerkennung zu lassen, freundliches Auftreten ist nur eine Umgangssprache, dabei vergibt man sich nichts, auch in Konfliktsituationen. Ich glaube es gibt sehr viele Menschen, die mit der Freundlichkeit Aufholbedarf haben.

Der Schreiber des Kolosserbriefes weiß darum und deshalb mahnt er auch uns: „Darum bekleidet euch mit aufrichtigem Erbarmen, mit Güte, Demut, Milde, Geduld! Ertragt euch gegenseitig und vergebt einander, wenn einer dem andern etwas vorzuwerfen hat. Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Vor allem aber liebt einander, denn die Liebe ist das Band das alles zusammenhält und vollkommen macht“ (Kolosser 3,12-14).

Die Liebe ist ein weites Feld, ist vielfältig mit Eigennutz verbunden. Je reiner meine Liebe ist, desto weniger suche ich meinen eigenen Vorteil.