Kreuzkirche Klieken - Altar wieder komplett
Geschrieben von: Albrecht Lindemann 27. März 2009
Unter Beteiligung von Kirchenpräsident Joachim Liebig und Kultusministers Prof. Dr. Jan Hendrik Olbertz, wurden am 26. März 2009 in der Kreuzkirche zu Klieken die seit einem Diebstahl im Jahr 1980 verschollenen Flügel des Altars aus der Werkstatt Lucas Cranachs d. Ä. der Öffentlichkeit für einen Tag präsentiert.
Der Altar stellt Stationen des Lebens Marias, der Mutter Jesu, dar und wird in die vorreformatorische Zeit datiert.
Dafür sprechen u. a. die Abbildung der Eltern Marias, Anna und Joachim.
Die Darstellung ihrer Legenden beruht auf dem apokryphen Jakobusevangelium und verbreitete sich vor allem durch die Legenda aurea, der wichtigsten mittelalterlichen Sammlung von Heiligenviten.
Die Katholische Kirche reagierte auf dem Konzil von Trient (1545-1563) mit einer Einschränkung des Heiligenkultes auf die Kritik der Reformatoren.
Danach finden sich Darstellungen wie die auf dem Kliekener Altar auch in katholischen Kirchen nur noch in Ausnahmen.
Wie weit die mit dem Altar verbundenen Traditionen in Vergessenheit geraten sind, zeigt das Beispiel des Erzengels Gabriel, der auf der Rückseite des rechten Altarflügels zu finden ist.
An seinem Gedenktag, dem 26. März kehrte der Verkündigungsengel nach Klieken zurück – ein Zufall (?) den leider keiner bemerkte.
Nach der Restaurierung und Sicherung der Kliekener Kirche werden die weitgereisten Altarflügel endgültig wieder an die Gemeinde übergeben.
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