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Gedanken zum Monatsspruch März

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tobies1Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich bin der HERR. (3. Mose 19,18)

Eine eigenartige Aufforderung begegnet mir im Monatsspruch für den Monat März.

Geradezu ein Befehl: „Du sollst!“.

Jedenfalls klingt es nicht besonders einladend, auch wenn Gott derjenige ist, der mich auffordert.

Lieben soll ich. Meinen Nächsten, aber in erster Linie erst einmal mich selbst.

Und es scheint mir nur konsequent zu sein, dass ich nur dann meinen Nächsten - und für mich ist derjenige mein Nächster, der jetzt gerade konkret meine Nähe und Zuwendung braucht - positiv, gut und mit Liebe und Zuneigung begegnen kann, wenn ich mit mir selbst im Klaren bin.

Bin ich nicht mit mir im Reinen, dann ist es eben schwer, dem Anderen zu einem guten und hilfreichen Nächsten zu werden.

Ich verstehe den Monatsspruch als Einladung Gottes, unser Zusammenleben als Menschen in den Gemeinden und Orten nach seinen Geboten - nicht Verboten - zu gestalten, damit unser gemeinschaftliches Leben gelingen kann.

In diesem Sinn können wir vielleicht verständlicher und freundlicher den Monatsspruch formulieren: Wenn du Gott als deinen Herrn annimmst, dann wirst du dich selbst lieben, weil Gott dich zuvor geliebt hat.

Und so kannst du dann deinem Nächsten in seinen Lebensbezügen ein wahrhaft Liebender werden.