Jahreslosung 2009: Was bei den Menschen unmöglich ist, dass ist bei Gott möglich
Geschrieben von: Jörg Haseloff 05. Dezember 2008
Was bei den Menschen unmöglich ist, dass ist bei Gott möglich.
Lukas 18,27
Dieser Text steht am Ende der Geschichte mit dem Reichen Jüngling. Ein Juppi würden wir heute sagen. Er hält sich an die Gesetze, ist wohlerzogen, gebildet und an allem interessiert. Jemand der überall mitreden kann ohne anzuecken, ein recht angenehmer Mensch aus der oberen Mitte der Gesellschaft würde ich sagen. Die perfekte Fassade, schier unantastbar.
Und um seinem alltäglichem Ego und seinem Stolz mal wieder etwas Gutes zu tun fragt er Jesus (der Meister ist gerade in der Gegend und der Leute um Ihn herum sind viele) „Meister was muss ich tut um das Himmelreich zu erlangen?“
Gleich kommt's, ist sich der Jüngling seiner Sache ganz sicher... Jesus geht auch darauf ein: „Halte Dich an die Gebote“! „Mach ich“, antwortet er. „Ehre Vater und Mutter“! „Kein Problem“ sagt der Jüngling. „Dann ist ja fast alles zum Besten bei Dir“. Ha, das geht runter wie Öl. Aber Jesus sieht hinter die Fassade und legt den Finger in die Wunde in dem er sagt: „Gib mal alles, was Du hast und was Du bist, weg und verlass Dich mal nur auf Gott“.
Mit einem einzigen Satz zertrümmert Jesus den Sockel, auf dem der Jüngling steht. Er sagt Ihm: „Mein lieber Freund, du bist mit dem goldenen Löffel geboren, bist gehegt und umsorgt aufgewachsen, hattest eine Super-Ausbildung. Du bist intelligent und gesund, aber das alles bekamst Du von Gott als Vorschuss für dein Leben. Und nun komm und gib zurück, was du erhalten hast“. Unmöglich! - damals wie heute!
Ich denke, es geht Jesus gar nicht darum, dass wir alle als Bettelmönche durch die Gegend ziehen, sondern darum, dass wir die Blickrichtung ändern. Das wir aufhören, immer nur auf uns zu schauen und aufhören, uns immer mit anderen zu vergleichen, ob die besser sind oder schlechter.
Gewiss, unsere Umwelt ist so. Immer höher, schneller, weiter, besser. Aber wohin hat es uns gebracht? Seit dem 11. September 2002 haben wir keine Sicherheit mehr, die Klimakatastrophe engt unseren Lebensraum ein und jetzt geht uns im Zuge der Finanzkriese auch noch das Geld aus.
Aber ist das nicht auch ein Zeichen dafür, dass man eben nicht alles mit Geld und technischer Hochrüstung, mit Intelligenz und gesundem Menschenverstand lösen kann? Wir sollten Gott bitten, dass ER uns den Blick frei macht und uns Mut und Kraft gibt, unser leben nach den alten Werten neu auszurichten: Vergeben statt vergelten, verstehen statt verschließen, loslassen statt festhalten, füreinander da sein statt allein zu lassen.
Ich denke wenn wir jeden Tag da, wo wir stehen, danach handeln und Leben, schaffen wir einen neuen und festen Grund für ein friedvolleres und glücklicheres Miteinander.
Ich wünsche uns allen eine friedvolle Weihnachtszeit und ein gesegnetes neues Jahr 2009.






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