Elternbrief sorgt für Unmut
Geschrieben von: Carina Reimann 17. Oktober 2007
Zu "Elternbrief sorgt für Unmut" - Mitteldeutsche Zeitung vom 11.10.2007
Mit Erstaunen haben wir Eltern des Kuratoriums des Evangelischen Kindergartens St. Marien Roßlau den Artikel gelesen. Unser Kindergarten wurde vor ca. 14 Jahren von der Stadt Roßlau in die freie Trägerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde St. Marien Roßlau übernommen. Es besteht eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen den Erziehern, den Eltern mit dem Kuratorium und der Kirchengemeinde.
Dabei sind keineswegs alle Eltern aktive Kirchengemeindemitglieder. Es wurde keinesfalls die Betreuungsqualität unserer Kinder dadurch herab gesetzt. Unsere Kinder haben ein entsprechendes Weltbild und breites Allgemeinwissen. Sie wissen zum Beispiel, dass Weihnachten und Ostern nicht nur Feste der Geschenke sind, sondern kennen die Herkunft und Bedeutung des entsprechenden Ereignisses. Sie kennen u. a. eine Kirche von innen und den Ablauf eines Gottesdienstes.
Zu dem sollte man die Funktion eines Elternkuratoriums kennen, welche beratend, jedoch nicht fordernd sein sollte. Des Weiteren müsste man, sofern Bedenken gegen eine kirchliche Trägerschaft bestehen, diese begründen können und nicht im Vorfeld mit Konsequenzen drohen, da solch ein Verhalten eine spätere einvernehmliche Zusammen-arbeit ausschließt. Letztendlich hat man als Eltern die Möglichkeit, seine Kinder von einer anderen Kindereinrichtung betreuen zu lassen, wenn einem die Trägerschaft oder das Konzept nicht gefällt.
Leider hat das Elternkuratorium der Kindertagesstätte "Nesthäkchen" bereits mit ihrem Schreiben erreicht, dass sich die Stiftung evangelischer Jugendhilfe aus dem Über-tragungsprozess der Kindereinrichtungen in freie Trägerschaft zurückgezogen hat. Dies ist aufgrund unserer positiven Erfahrungen sehr zu bedauern.






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