Die Grenzen des Wachstums - bald erreicht?
Geschrieben von: Albrecht Lindemann 09. Oktober 2007
Die Grenzen des Wachstums - bald erreicht?
11. Oktober 2007, 19.30 Uhr, Gemeinde- und Diakoniezentrum "St. Georg", Georgenstr. 15, 06842 Dessau-Roßlau mit dem Ehrenvorsitzenden der Deutschen Gesellschaft Club of Rome
Prof. Dr.-Ing. Michael Jischa
Ist unaufhörliches Wirtschaftswachstum möglich?
Ist es notwendige Voraussetzung für eine stabile Gesellschaft?
Wird es unausweichlich irgendwann an Grenzen stoßen?
Müssen wir es aktiv begrenzen?
Diese Fragen - jenseits von ideologischen Grabenkämpfen - zu beantworten, ist äußerst schwierig. Es ist das Verdienst des Club of Rome, einer internationalen Vereinigung namhafter Geschäftsleute, Politiker und Wissenschaftler, bereits im Jahre 1972 auf diese Fragen aufmerksam gemacht zu haben - also noch zu Zeiten des "Kalten Krieges". Mit anerkannten wissenschaftlichen Methoden versuchten Wissenschaftler des renommierten Massachusetts Institutes of Technology (MIT) in Cambridge/USA im Auftag des Club of Rome die künftigen Entwicklungen vorherzusagen. Das Ergebnis war für viele überraschend und - natürlich - ein Ärgernis: Irgendwann im 21. Jahrhundert - so die Wissenschaftler - würde das Ende des Wachstums erreicht.
Gilt dies noch mehr unter den Vorzeichen der Globalisierung? Auch dieser Frage sind die Wissenschaftler nachgegangen und haben im Jahr 2004 das "30-Jahre-Update" ihrer Studie herausgegeben. 2006 erschien die deutsche Ausgabe - mit alarmierenderen Ergebnissen als je zuvor. Doch anders als 1972 erregte das Resultat in der Öffentlichkeit kaum Aufsehen. Ist die öffentliche Wahrnehmung für solche Hiobsbotschaften mittlerweile abgestumpft? Hat sie in wissenschaftliche Prognosen kein Vertrauen?
Wir sind der Meinung: Im Sinne des Konziliaren Prozesses für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung müssen wir solche Forschungsergebnisse wacher wahrnehmen und genauer analysieren. Deshalb freuen wir uns, dass wir den Ehrenvorsitzenden der Deutschen Gesellschaft Club of Rome, Prof. Dr.-Ing. Michael Jischa, gewinnen konnten, die Ergebnisse des "30-Jahre-Updates" vorzustellen und die Konsequenzen daraus mit uns zu diskutieren.
Prof. Jischa ist Ingenieur und von daher gewiss kein Vertreter eines leichtfertigen Alarmismus. Wenn er beklagt, dass die Studie des Club of Rome viel zu wenig beachtet und von Politiker/-innen viel zu wenig ernst genommen wird, sollte dies Grund genug sein, sich mit seinen Thesen intensiv auseinanderzusetzen.






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