Die Woche im Kindergarten
Geschrieben von: Ursula Hartmann 17. August 2007
„Ja, ja bei uns ist immer etwas los...“, so heißt es in einem Lied, dass wir im Kindergarten singen und in dessen Text berichtet wird, welche Angebote den drei Kindergartengruppen – der KÄFERGRUPPE, der FROSCHGRUPPE und der BIENENGRUPPE im täglichen Morgenkreis vorgeschlagen werden.
„Montags ist RELIGIONSTAG, da sind Geschichten aus der Bibel dran.“
Frau Joachim kommt jeden Montag mit ihrer Maus Auguste, de genauso gespannt auf die Geschichte wartet, wie die Kinder. Einmal im Monat gehen wir zum Kindergottesdienst in unserer Kirche.
„Dienstags, da ist SPORTTAG,da stärken wir den Körper dann.“
Jeweils eine Gruppe geht am Sporttag in die Turnhalle, die eine Gruppe macht Fußgymnastik oder Stilleübungen im Kuschelraum und die dritte Gruppe turnt im Kindergarten oder bei schönem Wetter auf dem Spielplatz. Das geschieht im Wechsel, so dass jede Gruppe mal in die Turnhalle gehen kann, die sehr beliebt ist.
„Mittwochs, da ist EINSCHÜLERTAG,da zeigt jeder, was er kann.“
Jeden Mittwoch werden unsere Einschüler aus den drei Stammgruppen zu einer Einschülergruppe zusammengenommen. Hier werden den Kindern Zusammenhänge auf dem Gebiet der Sprache und Schriftkultur, den mathematischen Grunderfahrungen, der Ästhetik und Kreativität und der Welterkundung altersspezifisch nahe gebracht. Für diese Einschülerangebote ist eine anregende Lernumwelt Voraussetzung. Wir Erzieherinnen sind setzt bemüht, solche Lernumwelt auf fantasievolle und einfache Weise einzurichten. In Sprach- und Schriftkultur geht es nicht um Mathe und Leseunterricht. Die Begegnung uns vor allem die sinnliche und produktive Auseinandersetzung mit Schriften, Buchstaben und Zahlen soll das Interesse und die Neugierde der Kinder wecken. So hatten wir z.B. in einer Fantasiegeschichte „Die verlorenen Zahlen“ den Zahlenkönig zu Besuch, der seine Kinder suchte. Alle Kinder halfen mit Begeisterung die Zahlen zu suchen. Sie haben so auf spielerischer Weise die Zahlen und Ziffern erkannt und benannt. Ein anders Mal bauten sich die Einschüler eine Lupe, um Käfer und vielerlei Interessantes aus der Natur genau zu betrachten.
„Donnerstags ist STAMMGRUPPENTAG, da sind die Wünsche der Stammgruppen dran.“
Am Stammgruppentag kommen „KÄFER“, „BIENEN“ und „FRÖSCHE“ nur in ihrer Gruppe zusammen, um gruppenspezifischen Aufgaben und Wünschen der Kinder gerecht zu werden.
„Freitags, da ist WANDERTAG, da wandern alle Kinder dann.“
Jeden Freitag, wenn es das Wetter erlaubt, gehen alle Kinder aus dem Kindergartenbereich und manchmal auch die Kleinen aus dem Nest auf Entdeckungs- und Erlebnisreise in die Natur und Umgebung. Da Wandern bekanntlich hungrig macht, wird stets Verpflegung mitgenommen, um sich bei einer Rast zu stärken.
Der Wandertag am 10. Mai wurde zu einem besonderen Höhepunkt für die Kinder. Wir durften die Feuerwehr in Roßlau besuchen. Beeindruckt waren die Kinder von den großen Löschfahrzeugen, die wir aus nächster Nähe sehen und natürlich auch anfassen konnten. Als Feuerwehrmann Thomas den Kindern die Funktion der Helme mit dem feuerfesten Visier erklärte, kamen die Kinder ganz schön ins Staunen.
Wer sich traute, durfte sogar den Helm aufsetzen. Der absolute Knaller war die große Drehleiter, die in voller Länge ausgefahren wurde. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Frau Raschke und Thomas für diesen interessanten Vormittag.
Auch der Besuch eines Elefanten aus dem Zirkus auf unserem Spielplatz war ein Ereignis für Groß und Klein, zumal die Kinder den Elefanten mit ihren, von zu Hause mitgebrachten, Möhren füttern durften.
Dies war ein kleiner Streifzug durch die Angebotsfolge einer Woche in unserem Kindergarten. Höhepunkte, wie Geburtstage der Kinder oder besondere Ereignisse werden natürlich spontan und flexibel in den Kindergartenalltag integriert.
Außer diesen genannten Angeboten soll der ganze Tag im Kindergarten zum Erlebnis werden und von Freude erfüllt sein – sei es Fröhlichkeit oder ruhige Aufmerksamkeit. Kinder lernen wie von selbst, wenn sie glücklich und begeistert sind. Wir als Erzieher wissen, dass unsere eigene Begeisterung ansteckend wirkt und dass sie vielleicht unser größtes kapital als Erzieher ist.






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