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Adventsabend der ehrenamtlichen Helfer und der Mitarbeiter der Gemeinde Roßlau

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Maricka Lorenz während ihrer Ansprache zum Adventsabend in der Roßlauer St. MarienkircheAnsprache zum Adventsabend der ehrenamtlichen Helfer und der Mitarbeiter am 07. Dezember 2006 der Gemeinde Roßlau

Liebe haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter,

recht herzlich darf ich Sie zu diesem gemeinsamen Abend begrüßen.

Sie sind heute wieder einmal eingeladen worden, weil Sie helfen, das Leben in der Gemeinde mit zu gestalten. Sie helfen, ohne eine Belohnung entgegen zu nehmen, sie bringen Zeit und Mühe in die Gemeindearbeit ein und dafür wollen wir uns bei Ihnen allen ausdrücklich bedanken.

So, wie ich mich im Kreis der Familie zu Hause fühle, so soll mir auch die Gemeinde ein vertrautes Zuhause sein. Mit den schön gedeckten Tischen haben wieder fleißige Helfer, und wie immer Herr Bergt, hinter den Kulissen, auch in diesem Jahr dafür gesorgt, dass wir uns wie zu Hause fühlen können. Recht vielen Dank.

Es macht aber auch Freude, so einen Abend vorzubereiten. Kann man denn Christ sein, ohne einer Gemeinde anzugehören? Diese Frage habe ich kürzlich mal aufgegriffen. Für die ersten Christen war die Zugehörigkeit zur Gemeinde bestimmt so selbstverständlich, dass sich diese Frage gar nicht stellte.

Aber warum stellt sich wohl die Frage heute? Weil es noch zu viele sind, die von der Gemeinde fern bleiben. Manchmal haben wir etwas vor, manchmal werden wir anderweitig gebraucht. Nur Bequemlichkeit und keine Lust haben, sollten für uns kein Hinderungsgrund sein, am Gemeindeleben teil zu nehmen.

Denn wir haben ein Gemeindeleben. Wenn wir mal in den Kirchenboten von diesem Jahr zurück blättern, können wir es bunt auf weiß nachlesen. Seit diesem Jahr haben wir ja die neuen Ausgaben, kostenfrei für alle Gemeindeglieder. Als ich übrigens im Januar die ersten Boten verteilte, waren die Bemerkungen von witziger Vielfältigkeit. Es hatte mir kaum einer geglaubt, dass kein Geld mehr für die Boten bezahlt zu werden braucht. „Da steckt bestimmt ein Werbetrick dahinter“ war so die misstrauische Meinung.

Aber neugierig, würde ich gern von Ihnen wissen wollen, welche Veranstaltung Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist. Welche Veranstaltung Sie im Boten nachgelesen haben und im stillen gedacht haben: "das hätte mir auch gefallen können" oder "vielleicht gehe ich das nächste mal mit hin". Vielleicht ist Ihnen ein Gedanke, ein Vorschlag, eine Idee zum einbringen eingefallen.

Einer von den vielen Höhepunkten dieses Jahres, denke ich, war der Besuch bei der Partnergemeinde in Amerika. Die Reise einiger Gemeindeglieder im Februar nach Pennsylvania in den USA und der Besuch der Amerikaner hier in Roßlau, mit dem eindrucksvollen Auftritt des Chores, der gemeinsame Ausflug nach Dresden und der sehr gut vorbereitete Gemeindeabend darüber.

Der Gemeindeabend lag in den Händen des Partnerschaftskreises. Alle hatten sich gut vorbereitet, die moderne Technik hat mich ins Staunen gebracht. Freude und viel Interesse habe ich während des Abends bemerkt, Zeit und Mühe waren Nebensache geworden. Diesen sehr gut gestalteten und inhaltsreichen Abend wollte ich ganz einfach noch mal erwähnen. Auch noch mal ein Danke an alle die, die Unterkunft und Verpflegung boten. Denn das ist nicht ganz einfach gewesen.

Besonders toll war es von Sissy Mohs, weil Sie hilfeleistend kurzfristig für jemanden eingesprungen war und Gäste aufgenommen hatte. So was bleibt in guter Erinnerung und man könnte noch so viele ehrenamtlichen Tätigkeiten in der Gemeinde im einzelnen hervorheben. Auch dass Herr Hennig sich für das Stattfinden des Krippenspiels engagiert, find ich toll.

Dass unsere Gemeinde erstaunliche Sachen vollbringt, zeigte sich zum Beispiel an der schnellen Gründung eines Musikvereins. Ich selbst habe so etwas noch nicht erlebt. Hinter dem allen steht natürlich unser Pfarrer Tobies. Aber ich denke, ein besonderer Dank gehört auch denen, die der Bereitschaft zugesagt haben, im Vorstand des Musikvereins mitzuarbeiten. Denn da steckt eine Menge Verantwortung und ehrenamtliche Arbeit dahinter.

Der Anlass ist natürlich weniger schön. Was der Entfall der Stelle für einen hauptamtlichen Kantor für die Gemeinde bedeutet, ist für alle nicht vorstellbar. An dieser Stelle möchten wir unserer Gabriele Altmann ein bißchen Mut machen für die Zukunft. Denn nur wer selbst von Arbeitslosigkeit betroffen war oder ist, kann sich vorstellen, wie man sich in dieser Situation fühlt. Auch wenn wir bezüglich des Erhalts der Planstelle ohnmächtig sind, die Gemeinde steht hinter Ihnen.

Die Bereitschaft zum Beispiel von Frau Hirsch und Herrn Meitz zum schnellen Einspringen ist ein Beispiel dafür, dass viele in unserer Gemeinde gern und schnell mit helfen, wenn es nötig ist. Jung und Alt, und es ist ein Segen für eine Gemeinde, wenn ihr das Miteinander von Jung und Alt gelingt. Aber es ist auch ein Geschenk, wenn uns die Gelegenheit zum Helfen zum Mitmachen begegnet.

Ich wünsche uns allen einen schönen Abend.